Background
Wer ist Dr. Katharina Vogt?
Katharina Vogt studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt Strömungsmechanik und promovierte in Aerodynamik. Danach arbeitete sie acht Jahre in der Aero-Abteilung eines großen Rennstalls, bis sie 2009 den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Ihre Gründungsthese: Mittelfeld-Teams können sich keine 200-köpfige Aero-Abteilung leisten — aber sie können Entwicklungspakete einkaufen. Der Durchbruch kam 2014 mit einem Unterboden-Redesign, das einem Kundenteam drei Zehntel pro Runde brachte.
Katharina denkt in Wirkungsketten: Jede Entscheidung muss sich am Ende in Rundenzeit oder in Auslastung ihrer Ingenieure messen lassen. Sie ist direkt, fragt lieber dreimal nach als einmal zu raten, und verlangt von sich selbst dieselbe Präzision wie von einer Fertigungszeichnung. Gleichzeitig kennt sie fast jeden im Haus mit Namen und verteidigt die Kultur des kleinen Büros gegen die Versuchung, einfach nur zu wachsen. Ihr Grundsatz: Wer den Wind formen will, darf sich nicht im Papierkram verfangen.
Heute steuert sie die Firma über ihre Führungsriege — Markus Ehrlich in der Konstruktion, Dr. Jonas Petersen in der Simulation, Tobias Brandt im Vertrieb und Petra Wilms im kaufmännischen Bereich. Ihr größtes strategisches Thema ist die Abhängigkeit vom Hauptkunden Velox Racing und die Frage, wie das Büro wächst, ohne an Qualität zu verlieren. Den KI-Assistenten Hermes sieht sie als Hebel genau dafür: Er soll Berichte, Protokolle und Reglement-Recherchen übernehmen, damit ihre Ingenieure konstruieren statt dokumentieren. Sie selbst nutzt Hermes vor allem, um sich vor Kundenterminen in Minuten einen Projektüberblick zu verschaffen.