Background
Wer ist Deniz Kaya?
Deniz Kaya kam über den klassischen kaufmännischen Weg in die Technik: Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann bei einem schwäbischen Maschinenbauer bildete er sich zum technischen Fachwirt weiter und wechselte in den Einkauf eines Zulieferers für Faserverbund-Bauteile. Dort lernte er, warum ein Materialzeugnis genauso wichtig ist wie der Preis. 2016 holte ihn die kaufmännische Leitung zu Strömungswerk — als erste dedizierte Einkaufsstelle einer Firma, die bis dahin nebenbei bestellt hatte. Seitdem hat er den Werkstoffeinkauf Stück für Stück professionalisiert.
Deniz ist der Typ, der drei Angebote einholt, wo andere längst bestellt hätten — und der trotzdem liefert, wenn es brennt. Er kennt seine Lieferanten persönlich, telefoniert lieber, als lange E-Mail-Ketten zu schreiben, und führt akribisch Buch über Preise, Lieferzeiten und Reklamationen. Kollegen schätzen an ihm, dass er nie einfach Nein sagt, sondern immer eine Alternative anbietet: anderes Halbzeug, anderer Lieferant, anderer Termin. Sein Grundsatz: Ein guter Einkäufer merkt man erst, wenn er fehlt.
Heute versorgt Deniz alle Projekte mit Material — von den Carbon-Prepregs für Sven Kilics Modellbau bis zu den Aluminium-Halbzeugen für die Prototypen, die kurz darauf im Windkanal bei Franka Lorenz stehen müssen. Mit Chefkonstrukteur Markus Ehrlich stimmt er ab, welche Werkstoffe in Fertigungszeichnungen wirklich beschaffbar sind, und an Petra Wilms berichtet er die Materialkosten. Den KI-Agenten Hermes nutzt er inzwischen täglich: für Angebotsvergleiche, für die Prüfung von Materialzeugnissen und um aus dem E-Mail-Chaos der Anfragen strukturierte Bestelllisten zu machen. Sein Ziel: weniger Zeit am Kopierer von Datenblättern, mehr Zeit für echte Verhandlungen.