Background
Wer ist Sven Kilic?
Sven Kilic hat Technischer Modellbauer gelernt und danach sechs Jahre im Prototypenbau eines Automobilzulieferers gearbeitet, bevor ihn ein großer Rennstall in den Windkanal-Modellbau holte. Dort lernte er, was es heißt, wenn ein Testtag mehr kostet als ein Kleinwagen und jedes Teil auf den Zehntelmillimeter sitzen muss. 2011 wechselte er zu Strömungswerk, zwei Jahre nach der Gründung, und baute die Modellbau-Werkstatt mit auf. Heute fertigt und rüstet er die 60%-Modelle für die rund 40 gemieteten Windkanal-Testtage pro Jahr.
Sven ist Perfektionist mit Pragmatismus: Wenn die Zeit knapp wird, findet er einen Weg, aber niemals auf Kosten der Maßhaltigkeit. Er denkt in Toleranzen, Spaltmaßen und Rüstzeiten und merkt sich jedes Bauteil, das je durch seine Hände gegangen ist. Papierkram ist nicht seine Lieblingsdisziplin — er dokumentiert gewissenhaft, aber am liebsten wäre ihm, die Dokumentation würde sich selbst schreiben. Kollegen schätzen seine ruhige Art, gerade wenn kurz vor einem Testtag alles brennt.
Heute ist Sven das Bindeglied zwischen der digitalen und der physischen Welt bei Strömungswerk: Er übersetzt die CAD-Daten von Selin Aydin in fertige Modellteile und übergibt sie an Franka Lorenz, die den Windkanal-Testtag koordiniert. Wenn GridHaul die Prototypen zum Kanal fährt, hat Sven vorher jede Kiste gepackt und jede Stückliste geprüft. Mit dem KI-Agenten Hermes lässt er sich inzwischen Rüstlisten, Teile-Dokumentation und Änderungsübersichten vorbereiten — Aufgaben, die ihn früher Abende gekostet haben. So bleibt mehr Zeit für das, was keine KI kann: Carbon schleifen, bis es passt.